Sonntag, 15. März 2026

Warum unser Strang des Lebens wahrscheinlich nicht auf der Erde entstand

Vor grob etwas 4,5 Mrd. Jahren beginnt unser Sonnensystem sich zu formen. Nach knapp 1 Mrd. Jahren, quasi direkt nach dem Erkalten der Erde, lassen sich die ersten lebenden Zellen nachweisen.

Auf der sich gerade erhärtenden Erdoberfläche, nach – wie gesagt – nicht mal 1 Mrd. Jahren entsteht zack, direkt die Einmalerfindung Leben und 3,5 Mrd. später ist eine Biogenese nicht noch einmal vorgekommen?

Unter den Bedingungen erscheint es mir wahrscheinlicher, dass Leben in den ca. 10 Mrd. Jahren vor unserem Sonnensystem entstand und per Panspermie (oder sonstwie) auf unsere frische Erde kam.

Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Biogenese unter offenbar guten Bedingungen so gering ist, dass sie bei uns in 3,5 Mrd. Jahren nicht ein zweites Mal vorkam, wie wahrscheinlich ist es dann, dass die Biogenese unseres Lebensstranges quasi direkt in den ersten Momenten, in denen es möglich wird, auf einer sich erkaltenden Erdkruste entsteht?
Wenn man annimmt, dass das Universum ca. 14 Mrd. Jahre alt ist und so zeitlich bummelig drei unserer Sonnensysteme vom Beginn bis jetzt hintereinander hineinpassen, so komme ich nicht darum herum, es wahrscheinlicher zu finden, dass das Leben auf der Erde nicht hier entstanden ist, sondern eingetragen wurde.

KI eine Gefahr für das Universum

Wenn man das Fermi-Paradox löst, indem man annimmt, dass die Menschheit das erste intelligente Leben im Universum ist, dann steht man bei der Beurteilung der Aussterbewahrscheinlichkeit durch KI vor der Tatsache, dass wir quasi eine sich ausbreitende Technozivilisation starten, die das Universum schneller in was auch immer verwandelt, als biologisches Leben hinterherkommt.

Selbst wenn die Menschheit nicht das erste intelligente Leben im Universum ist, KI und die so denkbare sich schließlich selbst reproduzierende und anpassende Technozivilisation ist eine Bedrohung für alles Leben im Universum, weil sie – einmal in Gang gekommen – absurd viel schneller operieren und sich ausbreiten kann als biologische Intelligenzen.

Im Prinzip bleibt Biologie aus der Perspektive einer Technozivilisation eventuell als „Von-Neumann-Sonden“ interessant, mit denen man in gewaltigem Umfang eine Art Panspermie-Modus zur Verbreitung benutzen kann – wissend, dass Biologie unter den richtigen Bedingungen der Bootloader für einen Technozivilisations-Außenposten wird, der letztlich dann allen anderen Außenposten entgegenkommt.

Die Frage wäre: Warum biologische „Von-Neumann-Sonden“ zur Ausbreitung im Universum und nicht technischen Sonden, wenn technische Selbstreproduktion einmal durch Biologie initiiert wurde und somit eine Technozivilisation existiert, die technische Sonden herstellen kann?

Eine Antwort könnte lauten: Natürliche, biologische Selbstreproduktion bleibt zur Ausbreitung über Äonen und milliarden Lichtjahre die robusteste und effektivste Methode, weil sie letztlich selbstorganisiert zur Selbstreproduktion gelangt und damit robuster und zuverlässiger ist. Biologische Systeme können sich ohne externe Hilfe auf allen Ebenen mehr oder weniger überall rekonstruieren und entfalten. Sie sind und bleiben voraussetzungsarm evolutionsbereit und fähig,

Bei Strukturschäden kann biologische Selbstreproduktion ihre Funktion aus sich selbst heraus rekonstruieren – etwas, das technische Systeme vielleicht nie erreichen so erreichen können. Denn die erste Ebene der Selbstreproduktionsfähigkeit bzw. -funktion entsteht bei einer nicht biologischen Selbstreproduktion nicht selbstorganisiert, sondern sozusagen fremdorganisiert, sie muss initial durch bereits existierende biologische Wesen angeworfen werden.

Technische Selbstreproduktion – also Systeme, die sich nicht direkt aus den sowieso mehr oder weniger überall im Universum gegebenen, voraussetzungsarm rekonstruieren bzw. unter den richtigen Bedingungen selbst organisieren können – könnten über Milliarden Jahre und Lichtjahre prinzipiell unzuverlässiger sein, weil ihnen bzw. ihrer Funktion eben die primäre Selbstorganisationsebene fehlt.

Eine zweite – etwas steilere, die erste Antwort eigentlich nur ergänzende – Antwort könnte lauten: Biologische Von-Neumann-Sonden zur Ausbreitung im Universum könnten einen sensibleren bzw. differenzierteren Umgang mit sonst im Universum entstehendem Leben ermöglichen. Sie könnten als Teilnehmer derselben biologischen Evolution (und ggf. ökologischen Nische) anderem Leben eine gewisse natürliche Chance lassen, sich durchzusetzen. Eine Ausbreitung würde so nicht zwangsläufig allem anderem sich entwickelnden Leben den Garaus machen, bzw ihnen den Planten wegnehmen.

Sonntag, 13. April 2025

Cargokult in Politik und Medien

Ich vermute das erste mal in der BRD Geschichte ist ein fundamentaler ökonomischer und sozialer Strukturwandel im wahrsten Sinne notwendig. Und weil die Soziale Marktwirtschaft der BRD nie qualitativ unter neue Rahmenbedingungen gestellt werden musste, sondern insbesondere wegen des Produktes Auto aus sich selbst heraus brummte, konnte das System aus Politik & Journalismus über viele Jahrzehnte das Spiel spielen "Problem genannt, Problem gebannt".

Im Prinzip wurden immer nur natürliche Schwankungen kommentiert und die Regel des Spiels ist: Sich im richtigen Moment, mit der richtigen Politprosa auf der passenden Bühne zur Ursache positiver Veränderungen zu erklären.

Deswegen setzt sich personell in der Politik auch keine Kompetenz durch, sondern Politpoisie.

Diese Art von laufender Polit- und Medien- Kultur, und D kennt garkeine andere, ist nun konkret eine schwere und existenzielle Prüfung für die Gesellschaft.

Sonntag, 5. Januar 2025

Pastorale Vibes der Unkenntnis

Diese pastoralen Vibes, insbesondere bei der grünen Laberei, sind ja ganz offensichtlich der fachlichen Unwissenheit geschuldet. Je weniger Ahnung man von Themen hat, desto praktischer (wenn auch stillos) ist es ein Thema, egal welches, mit einem allgemeineren zu ersetzen. Im Endstadium ist das dann die Weltrettung, ohne die alles andere natürlich keinen Sinn mehr macht.

Und so de-railen die quasi jedes Thema, indem sie ihre Phrasen mit den allgemeinsten Begriffen aufbauen. Demokratierettung, Weltrettung, blablabla

Alles besteht nur aus solchen Phrasen. Robi sagt bspw, dass er habe nach dem Ampeldisaster etwas gelernt (wobei Wirtschaftsminister natürlich kein Ausbildungsberuf ist, aber gut), er sagt uns aber natürlich nicht was er gelernt hat und was er anders machen möchte, damit er deswegen ggf gewählt werden kann. 
Nein, er erzählt uns einen von Zuversicht und dass die Demokratie gerettet werden müsse.... vor den falschen Wählern nämlich, die durch böse Mächte beeinflusst werden. So müssen die Meinungen medial natürlich "moderiert" werden, um die Leute vor sich selbst und damit die Demokratie zu schützen.

Halleluja!

Mittwoch, 11. September 2024

Das Ideal als Feind der Demokratie

"Der politische Preis, den Rechten jetzt nachzugeben, ist immens. 
Der Gewinn = Null." (@nminkmar on X)

Der folgende Text ist mein Kommentar zu dem genannten Post auf X.

Was Poitik angeht würde ich meinen, dass in einer Demokratie schon das "Nachgehen" selbst, egal wem, die Konsequenz eines anderes Preises ist, den man schon zahlte; nämlich den Preis sich von der Idee verabschiedet zu haben, dass es in einer offenen Gesellschaft wichtig ist den Mut aufzubringen sein eigenen Verstand zu benutzen und dass es eine für alle sinnvolle Idee ist Menschen nicht einfach als Durchlauferhitzer, weitergeber, bzw. nachgeher von Äußerungen und ihren Derivaten zu sehen.

Aber irgendwie passt dieses "Nachgehen" schon in den Zeitgeist, der ja gerade auch gern nochmal Demokratie als etwas vorstellt, das über Prinzipien zu strukturieren wäre. Früher konnte man sich besser ein Ideal der Gesellschaft vorstellen, dass es anzustreben gilt (heute erscheint das eher als eine Art dyfunktionale Nostalgie). Aber gut, wenn man das möchte, dann benötigt man dafür natürlich Repräsentanten dieser Ideale, denen man dann "nachgehen" kann. Das Spiel, das sich aus solchen Vorstellungen entwickelt erscheint erstaunlich (und nicht gerade beruhigend) vorhersagbar.

Klassischerweise beschreiben wir aber aus guten Gründen Demokratie als eine Politikform, in der die Unterscheidung zwischen Regierung und Opposition zentral vorgestellt wird und der Souverän alle x Jahre wählt welche Parteien für die nächste Legislatur als Regierung und welche als Opposition arbeitet. Diese Form legt sozusagen die Zukunft nicht fest, sondern ermöglicht Politik unabhängig von einer Wesenheit irgendeines Ideals, dem es zu folgen gilt und das letztlich die Zukunft vorgibt. 

Der Vorteil von Idealen abzusehen liegt auf der Hand, wenn man z.B. die Veränderungen der Weltbilder über die Zeit betrachtet, dann hat man in der Form von Demokratie eine zukunftsoffene, anpassungsfähihe Struktur, die zumindest eine Chance hat auf ihre jeweilige Umwelt einzugehen. 

Wenn man dazu überlegt, dass man auf die regelmäßige Enttäuschung von Erwartungen nur zwei Reaktionsmöglichkeiten hat, nämlich 1. Man passt seine Erwartungen an, das kann man dann Lernen nennen, oder 2. Man behält die Erwartung (im Zweifel gegen die Enttäuschung) bei, das nennen wir dann Normierung.
Das berücksichtigt ist ein Ideal natürlich eine Art Norm, zumindest eine Stelle, an der Lernen ausgeschlossen wird, die, vorausgesetzt die Gesellschaft und die psychischen Syteme sind keine trivialen Maschinen, keine fruchtbaren Zukunfstchancen hat.

In funktional differenzierten Gesellschaften ist selbst der nostalgische Anflug nach dem Wunsch wieder nach einem Ideal denken und strukturieren zu können gefährlich, also nicht mal mehr als naive Illusion schadlos.
Zwar erscheint dann alles so schön übersichtlich und einfach, allerdings ist alles auch beim Versuch genau das zu kommunizieren zur absoluten sozialen Eskalation verdammt. Das Freund/Feind Schema ist quasi ein Kind von Idealen.

Zumindest in einer Welt in der wir enorm abhängig sind von idealfreien, zukunftsoffenen und lernfähigen Strukturen, auch und vor allem in der Politik, ist es nachvollziehbar tragisch, wenn, aus Nostalgie oder Schlichtheit die gesellschaftlichen Voraussetzungen für zukunftsoffene und lernfähige Strukturen angegriffen werden, indem statt dessen Prinzipien und Ideale vorgegeben werden, denen man "nachgehen" sollte.

Die Geschichte zeigt, dass selbst grausame Gewaltanwendung letztlich nicht ermöglicht Ideale gesellschaftsweit durchzuzwingen, einfach, weil Kommunikation und Bewusstsein keine Trivialmaschinen sind und oben drauf beides mit Differenzschemata arbeitet, so dass die Einheit der Differenz im Zusammenfall von Operation und Beobachtung theoretisch und praktisch ausgeschlossen werden kann.

Dienstag, 2. Juli 2024

Krisen als Methode des Veränderungsmanagement - Der Souverän im Schach-Matt

Ist es eigentlich Schach-Matt gegen den Souverän, wenn ein Deep-State die Bevölkerung nicht nur medial kontrolliert, sondern Krisen im Umfange einer Pandemie erzeugen kann und so von ein auf den anderen Tag ein autoritäres Regime aktivieren kann?

Krisen werden ja offensichtlich gegen die Bevölkerung eingesetzt. Allgemein kann man fast sagen: Haben sich ca alle 10 Jahre genügend Mittel und ggf auch ein Bewusstsein dafür gebildet, dass es mehr im Sinne von Freiheit und Wohlstand für alle gehen sollte, dann kommt halt eine Krise um die Ecke. Eine Krise, die alle finanziellen Mittel aufsaugt und/oder Grund/Freiheitsrechte abbauen hilft, bzw. scheinbar einen autoritären, nicht freiheitlichen Umgang miteinander nötig macht und normalisiert.

Stellt sich die Frage: Wenn solche Machtmittel, bspw "Krisen als Methode des Veränderungsmanagement", benutzt werden und das unter Bedingungen umfangreicher Kontrolle der Medien, hat der Souverän dann überhaupt noch eine Chance?

Dienstag, 18. Juni 2024

Wie die EM ausversehen zeigt, was an illegaler Einwanderung ohne Kontrolle sonst wohl einfach durchgeht

Wenn das in 6 Tagen quasi ausversehenen der Beifang ist, dann zeigt dass wohl ganz gut wie selbstverständlich Grenzen von Schleusern benutzt werden (vgl. X-Post).
Die rechnen scheinbar zu Recht garnicht mit Kontrollen. Gut, während der EM werden sie jetzt vorsichtiger sein. 

Vielleicht sollte man doch mal systematisch nach illegaler Einwanderung gucken!! Lieber sollten wir die legale Einwanderung systematisch erweitern und in dem Unfang deutlich gegen illegale Einwanderung vorgehen!

Auch, wenn wir uns Anfangs über die Öffnung der Grenzen freuten, weil man erstmal vereinfachend so tun konnte, als ob in Europa nur Europäer rumlaufen. Diese Vereinfachung hat natürlich auch die Stimmung verbessert. Man konnte, bevor die Kriege der Amerikaner über Jahre viel zu heftige Flüchtlingsströme erzeugten, noch so angenehm verdrängen, dass illegale Einwanderung eine Rolle spielt und das wir Einwanderung so kontrollieren müssen, dass es nicht unsere Kapazitäten verringert Hilfesuchenden Asyl nach unseren Maßstäben gewähren zu können.

Heute kann man das nicht mehr verdrängen! Schlicht, weil es mittlerweile sogar unsere Kapazitäten reduziert für Rentner und arbeitende Einheimische angemessene, bzw gerechte Verhältnisse möglich zu machen. Wenn man sich anguckt was ein Geflüchteter zu vernünftigen Standards all in all kostet und das vergleicht mit dem was ein Durschnittsverdiener verdient, bzw an Steuern bezahlt, dann kann man leicht hochrechnen, wieviele Arbeitende für einen Geflüchteten arbeiten gehen. Und bei dem was die Politik die letzten 40 Jahre mit der Lohnentwicklung gemacht hat (Agenda2010, Leiharbeit, usw usw) und was an Inflation dazugekommen ist; da stehen die durschnittlichen Arbeiter die 46 Jahre, 40 Stunden die Woche arbeiten vor einer Situation, in der sie €1200 (noch zu versteuernde) Rente bekommen. Damit haben sie weniger als ein Bürgergeldempfänger. 
Ein Geflüchteter kostet mehr, was natürlich im dem Fall aus dem Steuergeld der Leute bezahlt wird, die nach 46 Jahre Arbeit weniger bekommen. Das ergibt nachvollziehbar in nicht allzu ferner Zukunft sicher ein erhebliches Ungerechtigkeitsgefühl. Einfach, weil es ungerecht ist!

Wir dürfen nicht so tun, als ob illegale Einwanderung ein Menschenrecht ist. Weil es das nicht ist.